Gruß vom Krampus

Die Regisseurin beleuchtet das Salzburger und Bayrische Krampus-Laufen als männlichen Initiationsritus und alte Tradition als Sehnsuchtsort. Der Krampus boomt vor allem bei der Jugend, in jedem Ort gründen junge Leute neue Krampus-Passen, die nach dem jeweiligen Heimatort benannt werden. Immer mehr Zuschauer strömen zu den Läufen, aufwändige Sicherheitsmaßnahmen vor den Läufen sollen Schlag-Exzesse auf Krampus- und Publikumsseite verhindern. Die Krampusgruppen selber veranstalten „Krampus-Streichelzoos“ in Kindergärten und Schulen, um den Krampus aus dem Licht der schwarzen Pädagogik zu rücken. Der Film zeigt vor allem die unbändige Lust am Maskieren, am Schlüpfen in eine aktive, starke Rolle – Männer bereiten sich monatelang und akribisch auf die Läufe vor, schminken sich liebevoll gegenseitig, entwickeln ganze Choreografien und stecken sehr viel Geld in die kostspielige Ausrüstung. Hintergründe und Wurzeln des Brauchs werden ergründet und der Ausschluss von Frauen in vielen Passen aufgrund von „alten Traditionen“ in Frage gestellt – denn eine weibliche Wurzel ist mit der Figur der „Frau Percht“ offensichtlich. „Gruß vom Krampus“ wirft einen subtilen Blick auf die Interaktion zwischen den Geschlechtern, gerade junge Männer finden Sicherheit in ihrer aktiven Rolle als Krampus, während ZuschauerInnen – und dabei oft gerade junge Frauen – ungezügeltes und wildes Verhalten eines “starken” Krampus geradezu einfordern.

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